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28 Agosto Ago 2012 1255 28 agosto 2012

L'esempio di Bolat Atabayev

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"Siamo tutti schiavi. Perciò dobbiamo sollevarci e dire la verità", Bolat Atabayev.



Bolat Atabayev è il Teatro in Kazakistan. Ultimamente ne ha passate di tutte, finendo addirittura dietro le sbarre per essersi schierato contro il governo durante le proteste di Zhanaozen.

Oggi riceve in Germania il premio Goethe alla carriera.

Qui la sua storia raccontata (in tedesco) su 3Sat, qui l'intervista a Kulturzeit.

Di seguito il profilo tratto dal sito del Goethe Institut:

"Bolat Atabayev ist ein großer Theatermann Kasachstans. Seit über 30 Jahren beschreitet der Mitbegründer des Deutschen Theaters in Almaty einen unerschrockenen und nicht ungefährlichen Weg innerhalb der kasachischen Kulturlandschaft. Mit der Goethe-Medaille will das Goethe-Institut nicht nur seine Verdienste um die deutsch-kasachischen Theaterbeziehungen anerkennen, sondern Bolat Atabayev auch als einen mutigen Kämpfer für demokratische Strukturen ehren.

Bolat Atabayev liegen die Angelegenheiten der deutschen Minderheit seit jeher am Herzen und als Mitbegründer des Deutschen Theaters in Kasachstan thematisierte er dessen Schicksal, noch zu Zeiten, als Deutschstämmige in der Sowjetunion mit Tabus behaftet waren. Während seiner Deutschlandaufenthalte baute er Kontakte auf, die er bis heute pflegt; etwa zum Leiter des Theaters an der Ruhr Roberto Ciulli, zum Dramatiker Volker Schmidt und zum Filmregisseur Volker Schlöndorff. Über sich selbst sagt er, „das Deutsche Theater hat aus mir einen Regisseur gemacht“ (in: Deutsche Allgemeine Zeitung). Atabayev setzt sich über die in Kasachstan noch stark verankerten konservativen Bühnentraditionen hinweg und geht dabei oft eine Gratwanderung ein – auch thematisch. Er zeigt sich in seinem künstlerischen Schaffen als offener, kritischer Gegner der herrschenden Verhältnisse, so behandelt er etwa Tabu-Themen wie den Genozid an den Wolgadeutschen in Kasachstan in seinen Stücken. Mit seiner unkonventionellen Bühnenarbeit und seinem freien Stil zeige er Mut, Neues zu schaffen, so die Begründung der Auswahlkommission zur Verleihung der Goethe-Medaille. In seinem heutigen Theaterschaffen experimentiert er mit unterschiedlichsten Inszenierungspraktiken und regt sein Publikum zum Nachdenken an.

Bolat Atabayev wurde 1952 in Kasachstan im Gebiet Taldykorgan geboren. Dort wurden zu Sowjetzeiten Familien der deutschen Minderheit zwangsangesiedelt. So kam Atabayev früh in Kontakt mit der deutschen Sprache und der deutschen Kultur. Nach der Schule entschied sich Atabayev für ein Germanistik-Studium an der Weltsprachenuniversität in Almaty, das er 1974 abschloss. Anschließend war er dort zwei Jahre als Dozent tätig. 1983 machte er seinen Abschluss an der Hochschule für Theater und Kunst in Almaty. In den 80er Jahren gehörte Atabayev zu den Mitbegründern des Deutschen Theaters in Temirtau und war bis 1991 als Regisseur dieses Minderheitentheaters tätig, das Anfang der 90er Jahre nach Almaty umzog. Es folgten Theateraufenthalte in Deutschland, bei denen er neue Impulse für seine Arbeit erhielt. Die Ästhetik und Form des deutschen Theaters haben Atabayev bis heute geprägt und beeinflusst.

Von 1991 bis 2000 war Atabayev Regisseur am Kasachischen Auezov-Theater. Auf die massive Einwanderung russlanddeutscher Aussiedler reagierten einheimische Deutsche zuweilen aufgrund von Vorurteilen ablehnend. In seinem deutschsprachigen Stück „Lady Milford aus Almaty“ (2000) thematisiert Atabayev das Schicksal einer deutsch-kasachischen Schauspielerin, die nach Deutschland emigrierte, in einem Dorf landete und keine qualifizierte Arbeit fand. Das Stück wurde sowohl in Deutschland als auch in Kasachstan
aufgeführt und hatte eine wichtige Brückenfunktion für die deutsch-kasachischen Theaterbeziehungen.

Das von Atabayev inszenierte Stück „Muslima“ (1988), das in Kasachstan aufgeführt wurde, beschäftigt sich mit dem Drama und Völkermord der Wolgadeutschen zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Auch dies kein konformes Stück, da das Thema bis heute in der kasachischen Gesellschaft tabuisiert ist. Bis 2003 war Atabayev Dozent an der Kasachischen Nationalen Akademie für Künste Almaty und von 2004 bis 2007 Chefregisseur im Deutschen Theater Almaty. Seit 2005 ist er Regisseur und Leiter seines eigenen Theaters Aksarai, das er zusammen mit seinen Theaterstudenten gründete.
Im Juni 2012 wurde Bolat Atabayev wegen „Anstiftung zu sozialer Unruhe“ verhaftet, weil er Ende 2011 für streikende Ölarbeiter in der Stadt Schanaosen öffentlich Partei ergriffen hatte. Die Verhaftung hatte deutschlandweit Proteste ausgelöst. Anfang Juli 2012 wurde Bolat Atabayev aus der Untersuchungshaft entlassen".

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